Dieser Workshop soll Jugendliche ab 13 Jahren dafür sensibilisieren, dass es verschiedene, aber dennoch gleichwertige Arten zu lieben und leben, gibt. „Schwul“ soll kein Schimpfwort mehr sein und man soll sich nicht scheuen den Begriff beschreibend zu verwenden. Noch immer ist das Coming-Out eines jungen Menschen ein enormer Schritt in der Findung der eigenen Identität und Jugendliche sollten im Alltag durch Akzeptanz gestärkt und gestützt werden. Dazu braucht es unter anderem die Möglichkeit über diese Themen offen zu diskutieren. Unser Workshop bietet dazu die Gelegenheit.
Ablauf
Inhalt ist das Entgegenwirken von Vorurteilen betreffend geschlechtsspezifischer Stereotypen, gesellschaftliche Normen sollen hinterfragt werden. Der Workshop ist aus einzelnen Blöcken aufgebaut, damit dieser individuell an die Interessen der Klasse bzw. an die vorhandene Zeit angepasst werden kann. Die folgenden Themen finden sich jedoch in jedem Workshop wieder:
Brainstorming „Liebe“
Liebe ist geschlechtsunabhängig und es gibt mehr als Heterosexualität. Meist kommen wir sehr schnell auf verschiedene Familienformen, anhand derer wir den nachfolgenden Workshop aufbauen. Auch Begriffe können so erklärt werden.
Stereotypen
Wir versuchen stereotypes Denken abzubauen, indem wir aufzeigen, dass man aufgrund von Äußerlichkeiten nicht auf die sexuelle Orientierung oder gesellschaftliche Stellung schließen kann.
Schwul als Schimpfwort
Mit Denkanstößen versuchen wir den Schüler*innen nahe zu legen, „schwul“ nicht mehr als Schimpfwort zu verwenden.
Rechtslage in Österreich
Mit einem kurzen Fragebogen über die aktuelle Gesetzeslage (Ehe, Familienrecht, Diskriminierung etc.) wird diese zuerst eingeschätzt und anschließend aufgelöst. Dies zeigt, wie weit die rechtliche Gleichstellung Homosexueller ist und wo es noch Diskriminierung gibt.
Globale Rechtslage
Mit einem interaktiven Spiel werden alle Regionen der Welt nach ihren Umgang mit Menschenrechten beleuchtet. Auch die Herkunftsländer von Schüler*innen werden mit eingebaut.
Historische Entwicklungen
Methoden für einen historischen Blick auf die Gesetzesentwicklung in Österreich und der Welt zeigen greifbar die Hintergründe wie sich die Gesellschaft und ihre Gesetzte entwickeln können.
Ist hetero normal?
In einem Szenario werden heterosexuelle Menschen als eine Minderheit dargestellt und müssen sich mit Diskriminierung und dem Kampf für Gleichberechtigung auseinandersetzen.
Persönlicher Bezug
Eigene Erfahrungen und Expertisen der Workshopleiter*innen sind für Jugendliche vor allem bei Themen wie Coming-Out, möglicher Diskriminierung im Alltag und dem Umgang mit Kritiker*innen.
Black Box
Schüler*innen können anonym Fragen stellen, die vom Team beantwortet werden.